Spaghetti-Ugali

Veronicas Familie bereitet jeden Tag liebevoll Essen für mich zu. Das gemeinsame Abendessen ist stets ein sehr tolles Erlebnis, bei welchem es immer etwas zu lachen gibt.

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Mein gestriges Mittagessen: Rührei mit Tomaten und Zwiebeln, Ugali, Weisskohl und Avocado. Mmh!

Während auf Veornicas Farm jeweils jede/r für sich zu Mittag isst, weil die Arbeiten auf dem Hof keine gemeinsame Pause erlauben, kommt die Familie jeden Abend am grossen Esstisch im Wohnzimmer zusammen. Das geniesse ich sehr. Die Menus sind für mich zwar etwas ungewöhnlich (beispielsweise gab es am ersten Abend Reis mit Bohnen und Kartoffeln, also drei Beilagen auf einmal), aber das Essen schmeckt stets sehr gut.

Während dem Abendessen erzählen die Kinder jeweils von den Ereignissen in der Schule; es wird viel gelacht. Vorgestern gab es besonders viel zu lachen, weil Ashley, die älteste Tochter, sich (extra für mich) am Spaghetti-Kochen versucht hatte. Das Ergebnis war ein einziger grosser Klumpen; die Spaghettis waren beim besten Willen nicht mehr als solche zu erkennen.

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Das Spaghetti-Ugali wird gerecht auf die neun Teller verteilt.

Ashley konnte über dieses Missgeschick herzlich lachen und taufte den Kochversuch „Spaghetti-Ugali“, weil die Spaghetti eher wie Maisgries als wie Spaghetti aussahen. Und dann wurde das Spaghetti-Ugali (wie auch alles andere Essen) gerecht auf die neun Teller verteilt. Und ich muss sagen, es schmeckte gar nicht mal so schlecht.

Gestern war ich dann dran mit dem Spaghetti-Kochen. Es ist tatsächlich gar nicht so einfach, für neun Personen auf einem Kohleherd Spaghetti al dente zuzubereiten. Aber die Familie war begeistert vom Ergebnis; die Kinder meinten, sie hätten noch nie zuvor Spaghetti mit Tomatensauce gegessen.

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Fran (li) und Baron (re) posieren für ein Erinnerungsfoto.

Nach dem Essen geht dann jeweils die Fragerunde los. „In your country, do children also have to go to school?“, „In your country, what cash crops do you plant?“, „In your country, how many chicken do you have?“ und so weiter. Die Überraschung war gross, als ich erklärte, dass ich und meine Familie nichts anbauen und auch keine Hühner halten.

Gestern fragte mich die etwa zehnjährige Lemone: „In your country, do cows sleep on beds?“ Wahrscheinlich weil sie meinte, dass bei uns alles viel luxuriöser sei, auch für die Tiere. Ich antwortete ihr: „Yes, every cow has a bed and sleeps below a mosquito net“, worauf die älteren Kinder zu lachen begannen, Lemone aber grosse Augen machte. Ich erklärte ihr dann, dass ich nur einen Witz gemacht hatte, und dass die Kühe auch bei uns in Ställen übernachten. Ich glaube, da war sie beruhigt.

2 Gedanken zu „Spaghetti-Ugali

  1. Liebe Daria
    Da ich weg war habe ich viele deiner Beiträge noch nicht gelesen. Arbeite aber jetzt daran ;-))
    Ich finde es schön zu lesen, dass du offenbar gut aufgehoben bist, es auch immer wieder lustig hast und somit positive Energie in dir fliessen kann. Danke für die schöne Familiengeschichte oben!

    Gefällt 1 Person

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