„Ein eigenes Hotel zu eröffnen, wäre mein Traum“

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Mercy Njura in ihrer Lieblingsstadt

In diesem Porträt der Woche stelle ich euch Mercy Njura vor. Sie ist Kellnerin in meinem Lieblingsrestaurant «Heritage» in Nairobi. Mercy arbeitet an sechs Tagen die Woche und hat für mich nebst feinstem Mittagessen auch immer ein warmes Lächeln bereit.

Name: Mercy Njura

Alter: 24

Beruf: Ich bin ausgebildete Friseurin, arbeite aber momentan als Kellnerin.

Wohnsituation: Ich lebe zusammen mit meinem gleichaltrigen Cousin in einer Einzimmerwohnung. Wir haben ein eigenes Bad und eine eigene Küche.

Was ist dein grösster Traum? Ich würde gerne meinen eigenen Friseursalon eröffnen oder einen Bachelor in Hotel Management machen. Ein eigenes Hotel zu eröffnen, wäre mein Traum, aber das ist wohl unrealistisch, weil es hohe Investitionskosten mit sich bringt.

Was ist dein Lieblingsort in Kenia? Nairobi.

Womit hast du dein erstes Geld verdient? Der Job als Kellnerin ist mein erster, während der Schule habe ich nicht gearbeitet.

Wie verläuft ein gewöhnlicher Wochentag bei dir? Ich stehe um 04:00 Uhr in der Früh auf, esse Frühstück und stelle mich dann unter die Dusche. Um 06:00 Uhr beginnt meine Arbeit, wo ich als erstes den Boden nass aufnehme und dann die Tische und Stühle bereitstelle. Um 07:00 Uhr kommen dann die ersten Kunden. Mittags habe ich eine halbe Stunde Pause; Feierabend ist um 20:00 Uhr.

Hast du schon einmal Entwicklungszusammenarbeit in der Praxis erlebt? Und wenn ja: Was war daran positiv, was negativ? Nein, ich habe Entwicklungszusammenarbeit noch nie in der Praxis erlebt.

Was bereitet dir am meisten Sorgen? Mir macht es Sorgen, dass meine Eltern kaum über die Runden kommen. Es wäre wirklich super, wenn ich eine höhere Ausbildung machen könnte, um sie besser unterstützen zu können. Zum Glück bin ich aber nicht das einzige Kind in der Familie, ich habe noch eine Schwester und zwei Brüder.

Was wünschst du dir für dein Land? Frieden.

2 Gedanken zu „„Ein eigenes Hotel zu eröffnen, wäre mein Traum“

  1. Ja liebe Daria ….. das sind Arbeitszeiten! Lange Arbeitszeiten!!!! Jeden Tag um 4 Uhr aufstehen bedingt, dass diese Frau auch relativ früh in die Federn kommt. Sie hat kein Leben, wo es viel Platz für sogenannte Freizeitbeschäftigungen gibt. Sie muss sich in Sorge um ihre Eltern tragen, nicht umgekehrt. Mit 24 Jahren. Dass sie den Traum eines eigenen Restaurants/Hotels oder einem Friseursalon hat zeigt, dass sie in sich grosse Ziele hat. Wie gleich alle Menschen doch sind, gell. Ich denke mir, dass genau auch das ein Erfahrungswert für dich sein kann. Noch klarer als vorher zu wissen, dass wir ALLE Brüder und Schwestern sind auf dieser Erde. Solche Portraits helfen sehr, einen kleinen Einblick ins Leben dieser fremden Menschen zu bekommen. Sie geben uns die Möglichkeit zu relativieren. Klar….Kenia ist nicht Schweiz und Schweiz ist nicht Kenia.
    Aber die Herzen aller Menschen schlagen doch schlussendlich für den Frieden in der Welt.
    Was können wir tun, dass wir alle diesem Welt-Frieden näher kommen?
    Ganz liebe Grüsse aus Bern

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